Jesus & die Trinität Ein Lehrgang

Arianismus

3 Min · ohne Vorwissen

gesprochen: a-ri-a-NIS-mus · nach dem Priester Arius (etwa 260–336)

In einem Satz#

Die Lehre, dass der Sohn nicht Gott, sondern das erste und höchste Geschöpf Gottes ist — in Nizäa 325 verurteilt.

In einfachen Worten#

Arius war Priester in Alexandria. Sein Satz, der den Streit auslöste, lautete sinngemäß: Es gab eine Zeit, da war er nicht.

Er bestritt nicht, dass Christus hoch über allen steht. Er bestritt, dass er ungeschaffen ist. Für Arius war der Sohn das erste Werk Gottes, durch das alles Übrige entstand.

Die Streitfrage entschied Nizäa mit dem Wort homoousios — „wesensgleich". Der Arianismus gilt seither als Irrlehre, verschwand aber nicht sofort; er hielt sich noch Jahrhunderte, vor allem bei den germanischen Völkern.

Warum das hier wichtig ist#

Aus zwei Gründen, und der zweite ist der wichtigere.

Erstens: Er zeigt, dass die Frage unter Christen selbst umstritten war — und zwar von Christen, die die Schriften kannten und ernst nahmen.

Zweitens, und das ist eine Warnung: Der Arianismus ist nicht die islamische Position. Er lehrt eine Präexistenz und eine Geschöpflichkeit vor der Welt. Die islamische Position beginnt bei der Empfängnis.

Wer die beiden vermischt, argumentiert unsauber — und ein Gesprächspartner, der die Kirchengeschichte kennt, wird es bemerken.

Wo es vorkommt#

Seite
Nizäa wo es verurteilt wurde
Die vier Irrlehren im Zusammenhang
Präexistenz die Frage dahinter