Johannes 20,23
Joh 20,23
beantwortet 3 Min · ohne Vorwissen
Der Vers#
Denen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.
— Johannes 20,23
Worum es geht#
Der Auferstandene gibt seinen Jüngern die Vollmacht, Sünden zu vergeben.
Das ist die Antwort auf einen der häufigsten Züge der Gegenseite: Er hat Sünden vergeben, das kann nur Gott. Wenn Sündenvergebung Gottheit bewiese, müssten hier elf weitere Götter dazukommen.
So setzen Sie ihn ein#
Beispielgespräch
Der Christ: In Markus 2 vergibt er einem Gelähmten die Sünden. Die Schriftgelehrten sagen: Das kann nur Gott. Und er widerspricht ihnen nicht. Sie: Elf Kapitel weiter, in Johannes 20,23, sagt er zu den Jüngern: „Denen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben." Waren die Jünger dann auch Gott?
Der entscheidende Satz danach:
Sie: Was weitergegeben werden kann, ist eine Vollmacht. Ein Wesen kann man nicht weitergeben.
Was der Christ antwortet#
„Sie tun es in seinem Auftrag." Eine abgeleitete Vollmacht setze eine ursprüngliche voraus — und die habe er.
Das ist richtig und ändert doch nichts am Ergebnis: Wenn Vergebung übertragbar ist, dann ist sie kein Kennzeichen des Wesens, sondern der Beauftragung. Genau das behaupten Sie.
Wie stark das trägt#
— trägt vollständig, und er ist leicht zu führen.
Beide Stellen stehen in derselben Bibel, elf Kapitel auseinander, und niemand muss ein Wort Griechisch können.
Führen Sie diesen Zug vor dem Sprachargument (dass Jesus in Mk 2,5 die Passivform benutzt). Das Sprachargument ist richtig, klingt aber für jemanden ohne Griechischkenntnisse nach Ausrede. Dieser hier nicht. → Markus 2,5
Verwandte Stellen#
| Stelle | Wozu |
|---|---|
| Markus 2,5 | „deine Sünden sind vergeben" — die Sprachform |
| Exodus 7,1 | dieselbe Denkform bei den Titeln |
Tiefer: „Er hat Sünden vergeben — das kann nur Gott“ · Stufe 7 — Der Gesandte · Schaliach