Jesus & die Trinität Ein Lehrgang

Matthäus 26,39

Mt 26,39

teilweise 4 Min · ohne Vorwissen

Der Vers#

Er ging ein Stück weiter, warf sich auf sein Gesicht und betete: Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.

— Matthäus 26,39

Worum es geht#

Die Szene in Getsemani zeigt in wenigen Zeilen drei Dinge, die zusammen schwer wiegen:

  1. Er betet — also richtet er sich an jemand anderen.
  2. Er bittet um Verschonung — also erhofft er etwas, das nicht in seiner Hand liegt.
  3. Er unterscheidet zwei Willen und ordnet den seinen unter.

Der dritte Punkt ist der stärkste. Es geht nicht um Wissen oder Macht, sondern um den Willen — und zwei Willen setzen zwei voraus, die wollen.

So setzen Sie ihn ein#

Beispielgespräch

Sie: Zu wem betet er hier? Der Christ: Zum Vater. Sie: Und er sagt: nicht wie ich will, sondern wie du willst. Wenn beide dasselbe Wesen sind — wessen Wille steht dann gegen wessen?

Was der Christ antwortet#

1. Die menschliche Natur betet.„Das sagte er als Mensch, nicht als Gott“

2. Zwei Willen sind ausdrücklich Lehre. Ein Konzil im Jahr 681 hat festgelegt, dass Christus zwei Willen hat — einen je Natur —, und dass der menschliche sich dem göttlichen fügt. Genau das geschehe hier.

Antwort 2 ist die wichtigere, und sie ist wenig bekannt. Rechnen Sie damit; wer sie nicht kennt, hält den Willens-Zug für zwingender, als er ist. → Die Konzilien

Wie stark das trägt#

●●○ — anschaulich, aber vorbereitet beantwortet.

Die Szene wirkt im Gespräch stark, weil jeder sie sich vorstellen kann. Gegen jemanden, der die Zwei-Willen-Lehre kennt, trägt sie nicht.

🔍 Diese Lehre ist in diesem Werk nicht bearbeitet. → Johannes 5,30

Verwandte Stellen#

Stelle Wozu
Johannes 5,30 „nicht mein Wille" in anderer Form
Markus 13,32 · 1 Timotheus 6,16 die übrige Eigenschaftsliste

Tiefer: Stufe 4 — Das Werkzeug: die Eigenschaftsprüfung · „Das sagte er als Mensch, nicht als Gott“ · Die Konzilien